Das Projekt und die Vision

Auf dem Areal der ehemaligen Realschule in Wilster entstehen 14 barrierearme und seniorengerechte Eigentumswohnungen und 16 barrierearme Mietwohnungen, geeignet für Menschen mit Beeinträchtigungen, als ein in der Region einzigartiges Projekt zur Förderung und Stärkung des inklusiven Gedankens und des gemeinschaftlichen Miteinanders. Da das Großprojekt zwei Objekte vorsieht, wird die Planung auch in zwei Bauabschnitte eingeteilt, die zeitgleich errichtet werden sollen.

Bei dem ersten Bauabschnitt (Haus A) handelt es sich um ein drei-geschossiges Gebäude, welches 14 Eigentumswohnungen beinhaltet. Sowohl die 62 m2 bis 115 m2 großen Wohnungen als auch der allgemeine Bewegungsraum auf dem kompletten Grundstück sind barrierefrei und rollstuhlgerecht

Die Eigentumswohnungen verfügen über 2-3 Zimmer, einen Wohn- und Essbereich, eine Küche, Schlaf-, ggfs. Gästezimmer und werden durch einen Abstellraum sowie einen Parkplatz inkl. Überdachung (optional) ergänzt. Jede Wohnung ist zudem in Besitz einer eigenen Terrasse/eines eigenen Balkons. Die Appartements in den Obergeschossen sowie die jeweiligen Abstell-, Wasch- und Trockenräume sind über einen rollstuhlgerechten Aufzug zu erreichen. Zusätzliche Rollstuhl- und Technikräume befinden sich sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss.

Der zweite Bauabschnitt (Haus B) befindet sich im südlichen Bereich des Grundstückes und wird zukünftig behindertengerechte Mietwohnungen beherbergen.
Die Wohnungsgrößen belaufen sich je nach Wohnung auf 47 m2 bis 85 m2, entsprechen 2-3 Zimmer für ein bis zwei Mieter pro Haushalt, abhängig von der Größe in m2. Sämtliche Wohnungen sind barrierefrei und verfügen neben Wohn- und Schlafzimmer/n über eine Einbauküche, ein rollstuhlgerechtes Badezimmer inklusive Waschmaschinenanschluss sowie einen eigenen Balkon bzw. eine Terrasse. Alle Wohnungen werden durch eigene abschließbare Abstell- und Rollstuhlräume in derselben Etage ergänzt. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken sind mit Hilfe eines rollstuhlgerechten Aufzugs zu erreichen.

Jedes Gebäude besitzt zur Stadtparkseite eine Freifläche mit überdachtem Freisitz/Terrasse, welche zwar objektspezifisch genutzt werden kann, jedoch integrativ nach dem Konzept „Wohnen am Stadtpark“ ineinander übergehen.

Alle 16 Einheiten haben das Ziel, die Selbstständigkeit der Mieter zu fördern. Viele Einrichtungen bieten ihren Mietern zwar Unterstützung im täglichen Leben an, leider aber auf Kosten von Privatsphäre und Eigenständigkeit, was die Lebensqualität dieser Menschen maßgeblich beeinträchtigt. Das Konzept hinter „Wohnen am Stadtpark“ sieht vor, Einzelwohnungen mit Betreuung zu errichten. In dieser Wohnform kann ein Mensch mit Behinderung in seiner eigenen abgeschlossenen und in sich individuellen Wohnung leben, kochen, essen, schlafen und einen ständigen Rückzugsort finden, ohne auf sich allein gestellt zu sein. Der Umfang der dabei ambulanten Versorgung wird gemeinsam mit einer Pflegestation bzw. Diakonie organisiert, damit keiner der Mieter in gegebener Situation auf schnelle und professionelle Hilfe durch geschultes Fachpersonal verzichten muss.

Neben den eigenständigen Wohnungen wird der Wohngrund im Erdgeschoss durch ein „Zentrum“ vervollständigt. Zusätzlich zu mehreren individuell planbaren Tisch- und Sitzmöglichkeiten sowie dem direkten Zugang auf die große Terrasse und die Freifläche zur Stadtparkseite, befindet sich hier auch eine große halboffene Küche.

Dieser gemeinschaftlich zu nutzende Raum ergänzt das Konzept von Haus B auf mehrere Arten:
Bei den Mieterinnen und Mietern, die durch eine Behinderung beeinträchtigt sind, ist ein Anschluss an die Gemeinschaft und ein ständiger Zufluchtsort in eine „sichere Öffentlichkeit“ fundamental. Im Gegensatz zu vielen anderen Heranwachsenden ist die Vorbereitung auf die häusliche Alleinstellung ab einem gewissen Zeitpunkt des Lebens schwieriger, jemandem zu erklären was „alleine“ wohnen bedeutet ist nicht immer einfach. Der Weg in die Eigen- und Selbstständigkeit ist nicht mit der ersten eigenen Wohnung getan. Umso wichtiger ist es dann, aus vielen Individuen eine sich gegenseitig unterstützende Gemeinschaft zu machen, die sich helfen kann, eben nicht einfach ins bekannte kalte Wasser geworfen zu werden. Und wenn es nur das Gefühl ist, nicht allein zu sein, dies ist schon sehr viel wert in einer solchen Situation.

Fortlaufend stellt der Raum mehr dar, als nur einen Ort des Kennenlernens. Vielmehr soll er zum Zentrum von Austausch, Spiel und Unterhaltung werden. Völlig zwanglos – ein Ort an den man kommt, wenn man nicht alleine sein möchte, wenn man sich mit jemandem zum Spielen außerhalb der eigenen vier Wände verabredet hat, an dem man lernen, arbeiten und gemeinsam kochen kann.

Für die Pflegeleitung ist die vorhandene Küche zudem eine Möglichkeit den Menschen Hilfe zu bieten, die auf Grund ihrer Behinderung nicht selbst für sich oder andere kochen können. In der Praxis haben die meisten unter der Woche in der Mensa oder Kantine ihrer jeweiligen Arbeitseinrichtung warm gegessen, am Wochenende in den Ferien oder auch im Krankheitsfall muss für sich selbst gesorgt werden. In diesen Fällen soll es ein Angebot geben, welches die Zubereitung einer Mahlzeit durch das Fachpersonal, eventuell mit Hilfe teilnehmender Mieter, vorsieht. Jene, die dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten, müssen dann eine Absprache über Zeiten und Unverträglichkeiten mit der zuständigen Kraft treffen. Da es sich nicht um eine Kantine handelt, können die Mieter zum Beispiel Vorschläge machen, was es zu Essen gibt. Es wird dann versucht, unter Berücksichtigung von Aufwand und Kosten, dies in den Ablaufplan der nächsten Zeit einzuflechten. Im weiteren Verlauf dieses Angebotes können einher gehende Aufgaben wie Tisch decken, Abräumen und Spülen, je nach Fähigkeiten, von den Mietern unterstützt werden, die an dem freiwilligen Angebot teilgenommen haben.

Dieses Prinzip wäre auf alle haushaltlichen und alltäglichen Situationen anzuwenden, in denen die Mieter auf Hilfe angewiesen sind. Doch nur, weil einige Menschen Unterstützung im täglichen Leben brauchen, darf ihr Recht auf Selbstständigkeit, Selbstentfaltung und eine eigene kleine Wohnung, nicht in Frage gestellt werden. Lebensqualität darf nicht der Preis für Unterstützung sein, den Menschen dafür zahlen müssen, dass sie im Rollstuhl sitzen. Dies wäre ein Schritt nach hinten in der Integration von Menschen mit Behinderung in das schnelllebige sozialökonomische Weltbild unserer Zeit.

Der freie und private Lebensraum eines Menschen ist für die meisten Personen ein selbstverständliches Gut. Dieses Projekt setzt sich dafür ein, dass dieses wertvolle Gut einem jeden Menschen zuteilwird – auch jenen mit einer Behinderung.

Kontakt:

Architektur- und Brandschutzbüro Momsen
Dipl.-Ing. Ralf Momsen

Wriedsal 57
25524 Heiligenstedten

Telefon: 0 48 21 - 403 32 70
Telefax: 0 48 21 - 403 32 72

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Büro Heiligenstedten
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25524 Heiligenstedten

Telefon: 0 48 21 - 403 32 70

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